Latein
Wofür ist Latein gut?
„Peter, was wissen wir von den alten Römern?" „Dass sie alle tot sind und eine tote Sprache hinterlassen haben!"
Diese Antwort hätte eine gewisse Lehrkraft rasen lassen, denn bei diesem Thema versteht sie keinen Spaß. Als scheinbarer Einzelkämpfer setzt sie sich dafür ein, dass Latein lebt, trotz vieler Kritiker. Doch dazu hat sie allen Grund:
Latein ist schließlich die Sprache der alten Römer, einer Hochkultur der Antike.
Und deren Einflüsse sind heute noch erkennbar.
Im Unterricht lernt man von den großen Philosophen der damaligen Zeit, deren Weisheiten auch heute noch allgemeine Gültigkeit besitzen, in manchen Fällen aber nicht hinreichend praktiziert werden, zum Beispiel die Frage, wie man ein glückliches Leben führen kann. So gehören Hausaufgaben nicht dazu, denn wie Seneca einst sagte: „Das größte Mittel gegen den Zorn ist der Aufschub." So werden Hausaufgaben oftmals nicht angefertigt, um den Zorn und die Wut über das Nichtgelingen zu vermeiden, ganz im Sinne der großen römischen Philosophen.
Genauso wird mit den besonders schönen und spannenden Lektüren aus dem Lateinunterricht verfahren, denn wie Caesar einst sagte: „Cras legam." – Morgen werde ich es lesen. Diese Haltung ergänzte Cicero wie folgt: „lucundi acti labores." – Arbeiten sind angenehm, wenn sie getan sind.
Der Ruhm dieser Leute damals ist mit dem der heutigen Filmstars vergleichbar, und wie heute galt auch damals: Um berühmt zu werden braucht man das A und O. Nur stand es früher für Alpha und Omega während heute meist Aussehen und Oberweite damit gemeint sind.
Auch bedarf es einer gewissen Größe. Große Herrscher jedoch erscheinen auch so groß weil man bereits ab dem Sockel maß. Doch, so sagte einst Seneca, ein Zwerg wird auch nicht größer, wenn man ihn auf einen Berg stellt.
Doch dies sind veraltete Theorien. Doch waren Römer uns in der Technologie sogar voraus, beispielsweise hatten ihre Bücher Geschmack, wie Martials Bücher nach Mensch schmecken. Gut dass es heute nicht mehr so ist, ansonsten hätte man bei „Der Herr der Ringe" ewig einen ekligen Orkgeschmack auf der Zunge.
Von Theorien zur heutigen Praxis in der Schule: Wenige Stunden Schlaf bescheren uns jeden Morgen Freude, doch Leben heißt wach sein, wie Plinius sagte. So ergibt sich die Weisheit niemals in der Schule zu schlafen. Denn, nach Seneca heißt es: „Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir!" Denn einige Schüler fragen sich bereits, ob sie in ihrem späteren Leben überhaupt noch einmal auf- und ableiten müssen. Viele halten diese Dinge für Unsinn und laut Seneca irrt niemand für sich allein, er verbreitet seinen Unsinn auch in seiner Umgebung. Anscheinend hielt er nicht viel von seinen Lehrern.
Und allen Minimalisten ist Hoffnung gegeben, denn Properz sagte es gut: „Bei großen Dingen genügt es auch sie gewollt zu haben." Darum müssten wir alle auch Bestnoten bekommen.
Abschließend noch ein gern gelesener Spruch: „Warum bewundern wir die alten Römer? – Weil sie fließend Latein sprachen!"
HS
Eine szenische Darstellung des gA-Kurses Latein
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- Kategorie: Latein
Das folgende Video wurde vom gA-Kurs Latein 11/12 im Schuljahr 2011/2012 produziert.
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